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Messemer .\. Dumont

Johann Jakob Messemer
[S.v. Jacob Messemer & Barbara Engel]
* 30.07.1902   Edigheim
† 24.11.1978   Frankenthal

Catharina Augustine Johanna Dumont
[T.v. Johann Dumont & Margaretha Hellenbrand]
* 26.05.1902   Luxemburg
† 25.10.1965   Edigheim

Öffentliche Quellen:
Grabstätte in Edigheim
Luxemburger Wort 10.11.1965 - Catharina Dumont

Kinder:
Jakob
* 10.12.1926
⚔ 1944
Johann Nikolas
* 20.12.1932
† 29.12.1932
Ferdinand
* 08.08.19xx

Egon
* 28.12.1941
† 01.01.1942
Dokumente und Fotos public
Lehrzeugnis Jakob Messemer 1944 Das Lehrzeugnis von Jakob Messemer jun. 1944, kurz vor seiner Einberufung.
Fa. Albert Frankenthal Gruppenfoto Fa. Albert 1944 [ Jakob 2 Reihe, 1 v. links ]
Jacob Messemer, Barbara Engel, Johann Jakob Messemer Familie Jacob Messemer um 1906 in Metz.
Soldatenfriedhof in Andilly, Frankreich Das Grab von Jakob Messemer jun. auf dem Soldatenfriedhof in Andilly.




Geschichte

Mit meinem Urgroßvater Jacob Messemer, der 1859 in Schallodenbach in der Nähe von Kaiserslautern geboren wurde, will ich die Familienchronik der Messemer's beginnen. Um Schallodenbach finden sich die Gemeinden, Niederkirchen, Heiligenmoschel, Schneckenhausen, Mehlbach und Olsbrücken. Viele Menschen aus dieser Gegend sind nicht nur zugezogene aus der heutigen Bundesrepublik sondern auch aus der Schweiz, Tirol, Elsass und Lothringen, aus Luxemburg, Brabant und Flandern. Hauptsächlich waren die Menschen Handwerker, wie Bauern, Tagelöhner, Maurer, Zimmerer, Hufschmiede, Ziegelbrenner, Leinenweber, Schneider, Gerber und vieles mehr.

Jacob hat, wie schon sein Vater Johannes vor ihm, den Beruf des Maurers erlernt. Es war damals üblich, dass man sein Wissen und Können als Wandergeselle vertiefte, vielleicht ist er deswegen nach Edigheim gekommen, denn es war die Zeit, in der die Industriestadt Ludwigshafen einen Bauboom erlebte. Es wurden Sümpfe ausgetrocknet, Wege gebahnt, Wohnhäuser, Hafenanlagen, Fabriken und Magazine gebaut. Die Bauernsöhne zog es nicht mehr aufs Feld sondern als Maurer zu den Baufirmen. Der Eisenbeton im Baugewerbe hielt Einzug und es gab unzählige Maurer in der Stadt.

Familienchronik, Kaptiel 4 Es ist auch nicht bekannt ob er schon vor 1882 in Edigheim war, denn dann hätte er das fürchterliche Hochwasser miterlebt, das sich in der Nacht vom 28./30. Dezember 1882 hier ereignet hat. Es war die Tage über sehr regenreich und die Temperaturen lagen bei 12 Grad, in den Alpen brach ein Föhn herein und die Schneeschmelze brachte den Rhein und seine Nebenflüsse zum Anschwellen. Der Rhein hatte in der Nacht einen Pegelstand von 6,60 Meter und überflutete auch die Gemeinden Edigheim und Oppau.

In dieser Zeit lernte mein Urgroßvater Barbara Engel kennen. Barbara kam aus einer Bauernfamilie und war die jüngste von vier Kindern. Als zugereister war es gar nicht unproblematisch in eine alteingesessene Familie im Dorf einzuheiraten, es gab viel Ungunst unter der einheimischen Jugend. Trotz aller Widerstände gaben sie sich am 28.07.1883 in Edigheim das Ja-Wort.

Am 22. Dezember des Jahres 1884 um zwei Uhr Nachmittags kam ihre erste Tochter, sie nannten sie Frieda Katharina, zur Welt. Im August 1885, mit nur sieben Monaten verstarb die kleine Frieda Katharina. Die Todesursache ist auf der Sterbeurkunde nicht vermerkt, jedoch war die Sterblichkeitsrate zu dieser Zeit sehr hoch.

Es folgten weiter 6 Töchter, Elsa, Paulina, Anna Maria, Johanna, Katharina und Luise. Im Juli 1902 kam mein Großvater Johann Jakob, das jüngste Familienmitglied zur Welt. Zu dieser Zeit pendelte mein Urgroßvater bereits viel und musste sich in Differdingen registrieren. Dort gab er zu Papier, dass er das Gewerbe eines Zementierers ausübte und in Differdingen bei Biver Steffen wohnte. Über Steffen Biver waren jedoch keine weiteren Infos zu bekommen. Wahrscheinlich handelt es sich hier um die Familie Nicolas Biver und Anna Steffen aus Differdingen-Oberkorn.

Kurz nach der Geburt von Johann Jakob verkaufte die Familie ihr Haus in der Edigheimer Untergasse und zog mit Kind und Kegel nach Sentzich, einem heutigen Vorort von Catenom. Damit entfiel das mühsame pendeln zwischen Ludwigshafen und Metz, denn in der Zwischenzeit hatte er die Bauaufsicht über den Metzer Bahnhof bekommen. Vermutlich arbeitete er am zweiten Bau des Metzer Bahnhofes der von 1905 bis 1908 dauerte. Kaiser Wilhelm II. nahm persönlich Einfluss auf Details und, insbesondere auf das Aussehen des Turmes...

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